Wege zum Ich

Naturangebote für Menschen mit Demenz

Wieder in Bewegung kommen, wärmende Sonnenstrahlen spüren, Vogelkonzerten lauschen und eine schöne Zeit erleben – all das ist ein Fest für Körper, Geist und Seele. Der achtsame natur- und tiergestützte Förderansatz ist in besonderem Maße dazu geeignet, die Lebensqualität von Menschen mit einer Demenz zu steigern. Denn während kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis und Konzentrationsvermögen, Sprache und Orientierung im Laufe der Erkrankung verloren gehen, bleiben individuelle Grundbedürfnisse nach größtmöglicher Autonomie, Anerkennung und Teilhabe sowie Fertigkeiten wie die sensorische Wahrnehmungsfähigkeit und das emotionale Erleben meist noch sehr lange erhalten. Diese werden in der natur- und tiergestützten Förderung als wichtige Ressourcen aktiviert, ohne den erkrankten Menschen zu überfordern. Der Natur- und Tierkontakt motiviert insbesondere zu Bewegung, regt alle Sinne an, ermöglicht Kontakt und positives Erleben und trägt so ganzheitlich zum Wohlbefinden bei:

Körperliche Effekte

  • regt Stoffwechsel und Immunsystem an
  • senkt Herzfrequenz und Blutdruck
  • stärkt Bewegungsapparat und Koordinationsfähigkeit
  • beugt Stürzen und damit verbundenen Klinikaufenthalten vor
  • füllt Energiereserven der Zellen wieder auf
  • reduziert Stresshormone
  • schüttet „Wohlfühlhormone“ aus, u. a. Oxytocin

Seelisch-geistige Effekte

  • entspannt und gleicht aus
  • bremst Symptome einer beginnenden Demenz
  • verbessert Konzentrations- und Merkfähigkeit
  • steigert Stimmung und Lebensfreude
  • reduziert Ängste, Unruhe und Depressionen
  • verringert abendliches „Sundowning“
  • steigert Selbstwahrnehmung und Selbstwertgefühl

Soziale Effekte

  • erleichtert Kontaktaufnahme
  • wirkt als „sozialer Katalysator“ bzw. Brücke zum Umfeld
  • regt (non-) verbale Kommunikation an
  • verhindert soziale Isolation und Einsamkeit
  • stärkt Vertrauen ins Umfeld
  • ermöglicht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
  • erleichtert Beziehungen

Dank meiner achtsamen, personzentierten Grundhaltung, die sich am Expertenstandard in der Pflege von Menschen mit Demenz orientiert, betrachte ich jeden Menschen in seiner Vielfalt und Einzigartigkeit. Auf diese Weise kann ich mich mit ihm auf Schatzsuche begeben, eine Fülle an prägenden Lebensthemen, essenziellen Bedürfnisse und verbleibenden Fähigkeiten entdecken und gezielt fördern. Auf diese behutsame, humorvolle und wertschätzende Weise und dank der Natur gelingt oft, was in geschlossenen Räumen immer schwieriger wird: eine Brücke zum demenziell erkrankten Menschen zu schlagen, kleine Erfolgserlebnisse zu feiern, Selbstwert spürbar werden zu lassen, Lebensfreude und ein gemeinsames Erleben zu schenken. All dies stärkt den Klienten in seinem Wohlbefinden und beeinflusst auch die Beziehungen zu seinem Umfeld positiv.

Ich begleite seit 2016 demenziell veränderte Menschen mit natur- und tiergestützten Fördermaßnahmen. Für Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege sowie weitere Fördereinrichtungen für Menschen mit Demenzerkrankungen biete ich unterschiedliche Formate. So eignen sich meine demenz-sensiblen Wanderungen und Spaziergänge insbesondere für Personen in frühen Phasen der Erkrankung. Gartenliebhaber, Personen mit motorischen Einschränkungen und solche in späteren Erkrankungsphasen profitieren von meinen Gartenerlebnissen mit allen Sinnen, die auch mit Gehhilfe oder Rollstuhl möglich sind. Bei Interesse an meinen Angeboten kontaktieren Sie mich gern!